Abschlussdiskussion – Gäste

Das ist ein Überblick der diesjähren Diskusionsgäste, die sich hier mit einem kurzen Statement vorstellen. 

 

Terry Reintke kleinTerry Reintke, MdEP (Die Grünen)

“Für mich sollte die Europäische Union jungen Menschen Perspektiven in allen Lebensbereichen bieten. Sie sollte ein freies Leben, Teilhabe und soziale Sicherheit ermöglichen. Ich möchte mich im Europäischen Parlament vor allem dafür einsetzen, dass junge Menschen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben und wir gemeinsam gegen Jugendarbeitslosigkeit – vor allem in Südeuropa – kämpfen.”

 

 

 

 

Cordula Simon kleinCordula Simon, Europabeauftragte des Bezirks Neukölln

„Jugendliche Europas stehen vor einer großen Herausforderung – die Welt und die Gesellschaft werden komplexer. Zivilgesellschaftliche Kräfte werden durch die neuen Medien schnell aktiviert  – Flash Mobs, Internet-Petitionen usw. Nach meinen Erfahrungen brauchen Veränderungsprozesse aber neben diesen Aktionen Zeit, Geduld und Kraft.“

 

 

 

 

 

Martina Michels kleinMartina Michels, MdEP (Die Linke)

“Drei Dinge sind mir wichtig, die in den kommenden 10 Jahren Wirklichkeit werden sollten: Erstens, dass alle Kinder und Jugendlichen ungeachtet ihrer sozialen, kulturellen und ethnischen Herkunft oder ihres Heimatlandes ohne Diskriminierungen möglichst unbeschwert aufwachsen und lernen können und Lebensperspektiven statt die Aussicht auf Arbeitslosigkeit erleben. Zweitens, dass Krieg und Gewalt als Mittel zur Lösung von Konflikten ausgeschlossen werden. Dass Toleranz und Respekt vor dem Anderen als unverzichtbare Werte einer Gesellschaft gelten und gelebt werden. Kultur- und Jugendaustausch sind dabei wichtige Bindeglieder und sollten stärkere Förderung erfahren. Drittens möchte ich junge Menschen ermuntern, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Zukunftskongresses, sich stärker für die gesellschaftlichen Entwicklungen der Welt zu interessieren, sie auch unvoreingenommen und mit Ideen mitzugestalten und sich dazu aktiv einzumischen. Dafür muss die EU ihrerseits Mitwirkungsmöglichkeiten schaffen.”

 

Maria-Luise Löper klein

Maria-Luise Löper, Berliner Senatskanzlei, Abteilung Bundes- und Europaangelegenheiten

„Mitentscheiden bedeutet Europa gestalten. Die Möglichkeiten dazu sind so vielfältig wie Europa selber. Es sind nicht immer die großen Projekte, mit denen man viel bewirkt. Wichtig ist es, Ideen zu haben und diese gemeinsam mit Gleichgesinnten in Angriff zu nehmen. Alleine hat man zwar eine Idee, aber man bleibt oft chancenlos. Euch stehen alle Möglichkeiten offen, eure Ideen zu verwirklichen. Geht an die Öffentlichkeit, nutzt die sozialen Netzwerke, nehmt Kontakt auf mit den Europabeauftragten im Bezirk und im Senat, geht ins Wahlkreisbüro eines Europaabgeordneten, werdet aktiv. Nutzt doch auch mal die Straßenfeste in eurem Bezirk oder Diskussionen mit euren Freunden und Freundinnen, um auf eure Ideen aufmerksam zu machen. Ergreift die Chancen, die ihr habt.“

 

Andrej HunkoAndrej Hunko, MdB (Die Linke)

„Europa ist heute ein selbstverständlicher Teil unseres Lebens und gleichzeitig voller Widersprüche. So erscheint einerseits „mehr Europa“ bzw. mehr EU oft als naheliegende Lösung. Die Realität von EU-Entscheidungen unter Einfluss von Wirtschaftslobbys und nationaler Interessen sowie die fehlende demokratische Legitimation werfen dagegen oft grundsätzliche Fragen auf. Die Bankenrettung auf Kosten der Bevölkerung, die verordnete Kürzungspolitik und die Einschränkung sozialer Rechte haben die EU-Skepsis befördert. Auch in der EU-Außenpolitik, sei es gegenüber Entwicklungsländern, gegenüber Flüchtlingen oder gegenüber anderen europäischen Staaten wie der Ukraine und Russland, muss sich die EU immer wieder der Kritik stellen. Der Einsatz für eine andere EU-Politik sollte auf einen Neuanfang zielen – eine weitere EU-Integration über die Köpfe der Bürger/innen hinweg wird nicht erfolgreich sein. Die Europäische Union muss demokratisch und sozial sein – oder sie wird nicht von Dauer sein.“

Marianne Burkert-EulitzMarianne Burkert-Eulitz, Mitglied des Berliner Senats (Die Grünen)