Arbeiten

Was braucht Ihr für einen gelungenen Übergang von der Schule/Ausbildung in das Berufsleben?

Wie kann die Herausforderung der vergleichsweise hohen Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union wirkungsvoll angegangen werden?

 

Der Einstieg in die Arbeitswelt ist für junge Menschen oft ein schwieriger. Die Arbeitslosenquote unter den 15- bis 24-Jährigen in den Mitgliedstaaten der EU liegt mit gegenwärtig rund 23 Prozent nach wie vor etwa doppelt so hoch wie die der Gesamterwerbsbevölkerung.

Rund ein Viertel der Arbeitslosen zwischen 15 und 24 Jahren und mehr als ein Drittel der Arbeitslosen zwischen 25 und 29 Jahren sind länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet. Oft hangelt man sich von einem Praktikum zum nächsten. Oft wird auch ein hohes Maß an Mobilität abverlangt, wenn sich in der eigenen Region nichts findet.

Etwa ein Drittel der jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren können als „NEETs“ bezeichnet werden – „Not in Education, Employment or Training“ (auf Deutsch: Weder in der Schule, noch im Berufsleben, der Aus- oder Weiterbildung). Arbeitslosigkeit trifft vor allem Jugendliche ohne berufliche Ausbildung oder Schulabschluss.

Mehr als 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen in der EU hat deutliche Defizite im Bereich Lese- und Rechenkompetenzen. Allein in Deutschland verlassen jedes Jahr 70.000 Jugendliche die Schule ohne einen Abschluss und ohne berufliche Perspektive.

Auch in Deutschland liegt die Jugendarbeitslosigkeit mit derzeit rund 9 Prozent deutlich höher als bei den Älteren. Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um die Jugendarbeitslosigkeit zu verringern? Welche Gruppen benötigen hier besondere Angebote an zusätzlicher Hilfe? Und was können junge Menschen selber tun, um ihre Aussichten am Arbeitsmarkt bzw. ihre Beschäftigungssituation zu verbessern?

Wie können europaweit Bildungs- und Berufsausbildungssysteme geschaffen werden, die den Übergang ins Arbeitsleben besser unterstützen? Welche Fähigkeiten müssen vermittelt werden, um wirklich auf das Leben vorzubereiten (ohne dabei Jugendliche auf ihre wirtschaftliche Verwertbarkeit zu reduzieren, sondern dazu zu befähigen, ihr Leben selbstbewusst zu gestalten)?

Wie können wir tragfähige Brücken zwischen der allgemeinen und beruflichen Bildung bauen?