Mitentscheiden

Wie können Jugendliche einen stärkeren Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen, die sie unmittelbar betreffen – in ihrer Stadt, ihrem Land, und auch auf europäischer Ebene?

Und wie kann die Motivation junger Menschen gestärkt werden, sich für Politik zu interessieren und sich aktiv zu beteiligen?

 

Umfragen zeigen regelmäßig, dass Europas Jugend dem „Projekt Europa“ grundsätzlich positiv gegenübersteht, zugleich aber die Vertragsgrundlagen, Institutionen und Entscheidungsprozesse der EU als kompliziert und fern empfunden werden. Es fällt vielen schwer, sich ein Bild von der Funktionsweise europäischer Politik zu machen und Verantwortlichkeiten zuzuordnen. Zudem stellt sich die Frage, wie man hier Einfluss nehmen kann. Im Ergebnis ist das Vertrauen in die europäische Politik über die letzten Jahre spürbar zurückgegangen. Die Wahlbeteiligung ist sowohl in den meisten EU-Mitgliedstaaten wie auch auf europäischer Ebene rückläufig. So beteiligten sich zum Beispiel an der letzten Wahl zum Europäischen Parlament 2009 nur rund 43 Prozent der Wahlberechtigten – bei den Erst- und JungwählerInnen lag die Beteiligung noch deutlich niedriger. Die NichtwählerInnen sind damit inzwischen die „größte Fraktion“ – auch bei den Wahlen innerhalb der Mitgliedstaaten. Wie könnte ein Europa im Jahr 2020 aussehen, in dem junge Menschen eine Stimme haben, aktiv mitmischen und in dem sich die Distanz von Jugend und Politik spürbar verringert hat?