Lernen

Was würdet Ihr an der Art und Weise ändern, wie wir lernen? Wie sollte Schule im Alltag funktionieren, um wirklich auf das Leben vorzubereiten? 

Wie können andere Lernformen und -orte (z.B. Praktika, Auslandsaufenthalte, Engagement) besser in unser Bildungswesen integriert werden? 

 

Schule neu denken
Wie man Schule und Ausbildung “besser machen kann“ ist eine Diskussion, die europaweit geführt wird und eine Herausforderung, die alle Mitgliedstaaten der EU teilen.  Zu wenig Praxisbezug, zu wenig Lehrkräfte, Prüfungsstress, Konkurrenz und Ausgrenzung, ‚Pisaschock’ und ‚Generation Praktikum’ sind hierbei nur einige Schlagwörter – und glaubt man den Medien, verdient unser Bildungssystem keine guten Noten. Aber es gibt durchaus auch Beispiele, wie Schule gelingen kann. So oder so: Bildung ist das „Treibhaus“ der Zukunft, in der wir leben werden. Ihr seid die „Experten/innen“, die den Schulalltag und andere Ausbildungsorte von innen erleben. Wie müssten sich die Strukturen unseres Bildungssystems verändern? Welche Fähigkeiten müssen vermittelt werden? Wie lässt sich Schule als motivierendes und gemeinschaftliches Lernerlebnis gestalten? Was können Politik, Schulleitungen, LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen verändern, um das Lernen „besser zu machen“?

Bildungspolitik ist zunächst vor allem Aufgabe der Mitgliedstaaten, die EU kann hier nur ergänzend und unterstützend tätig werden. Die Einführung eines einheitlichen EU-weiten Schulsystems wäre z.B. somit unter den geltenden EU-Verträgen gar nicht möglich. Trotzdem haben die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten in diesem Bereich und eigene EU-Programme im Laufe der Zeit an Bedeutung gewonnen. Programme wie ERASMUS zählen zu den bekanntesten der EU. Zudem gibt es in anderen Bereichen der Europapolitik Regelungen und Maßnahmen, die auf die Bildungspolitik der Mitgliedstaaten einwirken, so zum Beispiel Initiativen im Bereich der Jugend-, aber auch der Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik. Die Förderung der Mobilität und Teilhabe, sowie die Stärkung von Schlüsselkompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen gehören dabei zu den Kernzielen der bildungspolitischen Initiativen der Europäischen Union.

ERASMUS +
Die aktuelle Programm-Familie der EU im Bereich Bildung und Mobilitätsförderung

ERASMUS+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union, das Anfang 2014 an den Start gegangen ist. In ERASMUS+ werden die bisherigen EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie die europäischen Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammengefasst.

ERASMUS+ ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro (2014-20) ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen werden bis 2020 von den EU-Mitteln profitieren. Das auf sieben Jahre ausgelegte Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Kinder- und Jugendhilfe voranbringen. Vier Nationale Agenturen setzen in Deutschland das EU-Programm Erasmus+ um.

Weitere Informationen rund um ERASMUS+ findet Ihr hier .