Aktuelle europapolitische Zielsetzungen

Die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung liegt maßgeblich in der Zuständigkeit der Mitgliedstaaten und die Europäische Union kann hier nur unterstützend handeln – wichtige Instrumente sind dabei der Europäische Sozialfonds sowie andere EU-Programme (wie z.B. „Lebenslanges Lernen“ und „Jugend in Aktion“).

Im Rahmen der Europäischen Union hat man sich auf zentrale Ziele in diesem Bereich geeinigt: Die EU-Mitgliedstaaten streben an

  • die Kinderarmut deutlich zu reduzieren, indem der Teufelskreis der Weitergabe von Armut von einer Generation zur nächsten durchbrochen wird;
  • die aktive Eingliederung der am stärksten gefährdeten Gruppen in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu fördern;
  • angemessene Wohnverhältnisse für alle zu schaffen;
  • Diskriminierung zu überwinden und die Integration von Menschen mit Behinderungen, ethnischen Minderheiten, Einwanderern und anderen besonders schutzbedürftigen Gruppen zu verbessern,  sowie
  • gegen finanzielle Ausgrenzung und Überschuldung vorzugehen.

Im Rahmen der Europa 2020 Strategie hat sich die Europäische Union das Ziel gesetzt, die soziale Eingliederung insbesondere durch die Verminderung der Armut zu fördern, wobei angestrebt wird, bis zum Jahr 2020 die Zahl der von Armut bedrohten Menschen in der EU (von derzeit rund 80 Mio.) um mindestens 20 Mio. zu verringern.